ACHTUNG UTOPIE!

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ACHTUNG UTOPIE!

Das Team des Instituts für Angewandte Heterotopie (IFAH) setzt sich mit heterotopen Orten wie dem Dragonerareal auseinander, indem es sie reflektierend bearbeitet – und zwar mit experimentellen und ‘spielerischen’ Methoden der Vergegenwärtigung, Analyse und Konstruktion. Um so ‘konkrete Utopien’ hervorzubringen, welche der Heterotopie in Anlehnung an Foucault stets immanent sind.

Mit dem „ACHTUNG, UTOPIE!“-Workshop stellte das Institut für Angewandte Heterotopie (IFAH) einen vielseitigen Wahrnehmungs- und Erfahrungsraum zur Verfügung. In ihm gingen die Teilnehmer*innen ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen rund um das Dragonerareal bis ins Jahr 2030 nach.

Im Workshop auf dem Dragonerareal hat das IFAH mittels zeichnen, tickern und spazieren heterotope Raumerfahrungen auf dem Dragonerareal ermöglicht. Dabei gingen die Teilnehmer*innen zentralen Fragen der individuellen Wünsche und Visionen rund um das Dragonerareal bis ins Jahr 2040 nach und projizierten diese in den Baupalast, welcher als Blaupause dient.

IFAH Workshop auf dem Dragoner Areal
© Maria Trunk

(1) Die Methode des Tickerns liefert Meldungen aus der Zukunft. In dieser Form sind gegenwärtige individuelle Wünsche eine bereits geschehene Tatsache. Sie werden thematisch und zeitlich sortiert, sodass ein Glossar und ein Zeitstrahl entstehen. Die Teilnehmer*innen können Expert*innen und Laien sein. Die Textschnipsel können selbstständig geschrieben werden oder man begibt sich ins ‘Schreibbüro’ und lässt dort Vorschläge verschriftlichen.

(2) Zeichnen kann eine Methode der Mitgestaltung sein. Am Zeichentisch werden Bedürfnisse, Wünsche und konkrete Ideen für die Zukunft des Dragonerareals gesammelt. Es entsteht ein gemeinsames Bild in Form einer visuellen Ideensammlung. Jeder kann zeichnen – entweder allein oder kollaborativ und Hilfestellung steht zur Seite. Das Zeichnen versteht sich als Zwischenschritt zwischen Ideen und zukünftigen Realitäten.

(3) Jede spazierte Raumerfahrung ist subjektiv, und somit auch jedes Raumdenken. Mittels origineller Theorien und Techniken sollen die Teilnehmer*innen zu neuen Ideen und Perspektiven angeregt werden, mit denen das Dragonerareal eigenständig erkundet werden kann. Für anfängliche Einweisung und finale Feedback-Möglichkeit sowie Fragen aller Art steht ein Informationsbereich parat, der voller Inspirationen und Impulsen ausgestattet sein wird.

IFAH Zeitleiste
© Maria Trunk

Die Ergebnisse sind auf dem Plakat InspirationsBLOCK dokumentiert. In dieser einen möglichen Zukunftsvision ist das Stadtquartier Rathausblock im Jahr 2030 ein bundesweit anerkanntes Modellprojekt für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung mit dauerhaft bezahlbaren Mieten für Wohnen und Gewerbe sowie einer nachbarschaftlichen, solidarischen, kulturellen und sozialen Infrastruktur.

Projektergebnisse:
InspirationsBLOCK

 

(1) Raum

(2) Wahrnehmung

(3) Utopie

Gefördert von:
Fonds Soziokultur
anstiftung

Unterstützt von:
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Städtebauförderung von Bund, Ländern & Gemeinden

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